Besser trainieren in weniger Zeit

Tipps

Verbessere deinen Trainingsansatz. Lerne systematisch Neues und verlerne nichts Altes. Finde Spaß, Abwechslung sowie Herausforderung in neuen Sportarten.

Was ist ein guter Wochenplan?

Montag: Du gehst schwimmen, gelenkschonendes Ausdauertraining.
Dienstag: Im Fitnesscenter steht ein Ganzkörperworkout auf dem Plan.
Mittwoch: Um deine Beweglichkeit kümmert sich eine Yoga Session.
Donnerstag: Du machst einen Tag Pause.
Freitag: Da du heute mehr Zeit hast, gehst du erst Schwimmen und machst dann Yoga. Zwei mal die Woche ist Pflicht.
Samstag: Ein Zweites Ganzkörperworkout muss auch noch getan werden.
Sonntag: Ruhetag. Sport kann dich heut mal.

Jeden Sonntag fragst du dich wie lange du das noch durchhalten kannst? Du hast das Gefühl, du hast echt viel Bewegung in deiner Woche. Du bist diszipliniert und machst Fortschritte. Immerhin hast du dir auch genau überlegt, welche Art Bewegung du brauchst um möglichst ganzheitlich zu trainieren.

Aber so richtig zufrieden bist du nicht. Obwohl du so viel machst, willst du eigentlich noch viel mehr. Dir fehlen so richtige Knaller, die Spaß machen. Du hättest Lust Bouldern zu gehen, oder in eine Trampolinhalle. Parkour im Wald, das wäre auch was für dich. Apropo Wald, da gibts auch noch diesen coolen Hochseilgarten. Au ja! Dich ergreift die Lust an der Bewegung. Am liebsten möchtest du sofort mit allem gleichzeitig beginnen.

Dann denkst du an deinen Wochenplan. Deine Vernunft sagt: Für eine neue Aktivität müsstest du definitiv eine andere opfern. Das geht nun auch wieder nicht! Du gerätst ins Straucheln. Du kannst nicht aufhören, ohne deine Fortschritte aufs Spiel zu setzen. Du entscheidest dich dafür, lieber erstmal beim alten Plan zu bleiben. Die nächste Woche beginnt…

Wünsche kosten Zeit

Wenn du diese Bedenken hast, bist du nicht allein. Freudiger Weise gibt es auch eine Lösung. Darum geht es in diesem Artikel.

Sammeln wir allgemeine Bewegungswünsche und -ziele:

  1. Wir möchten gesund, robust, geschmeidig sein. Dafür trainieren wir systematisch den ganzen Körper.
  2. Wir möchten spaßige, abwechslungsreiche und herausfordernde Sportarten machen.
  3. Wir möchten neue sportliche Ziele/Fähigkeiten erreichen.
  4. Wir möchten alte, schon erreichte Ziele, nicht mehr verlieren.

Sind diese vier Wünsche erfüllt, haben wir das Gefühl alles richtig zu machen. Der individuell investierte Zeitaufwand in den Bereichen kann sehr unterschiedlich sein. Unserer Erfahrung nach investieren Sportler in der Regel ungefähr:

  • 40% Zeit für systematisches Training, um Muskulatur oder Beweglichkeit aufrechtzuerhalten sowie zu verbessern.
  • 25%, um neue Fähigkeiten zu lernen.
  • 20% für die Aufrechterhaltung bereits gelernter Fähigkeiten
  • 15% im Probieren neuer, herausfordernder Sportarten

Zusammengefasst sind die Bewegungswünsche und -ziele in der Regel fast gleichwertig, ihnen kommt aber unterschiedliche viel Zeit zu. 60% der Zeit fallen dabei auf Training und Wiederholung, 20% auf das Lernen von Fähigkeiten und nur 15% auf auf das Probieren von Neuem.

Erfolgsrezept Kombination

Als Bewegungsheld verfolgst du einen Dreischritt im Trainingsprozess, den wir gerne mit der obigen Sprachmetapher verdeutlichen.

Schritt 1: Isolation

Das getrennte Ausführen von Bewegungsmustern, nennt sich isoliertes Bewegen. Je kleinschrittiger du Bewegungen auseinander nimmst, desto mehr Zeit benötigt jede Teilbewegung. Dieser Schritt eignet sich ALLEIN zum anfänglichen Lernen eines Bewegungsablaufes. Es ist schnellstmöglich darüber hinaus zu gehen.

Schritt 2: Kombination

Bewegungsverbindungen sind der Schlüssel zu wirklicher Zeitersparnis. Es liegt nichts natürliches darin, den Körper zu zerlegen und ihn isoliert zu bewegen. Im Leben geht es immer um komplexe Bewegungsmuster, vielschichtige Kombinationen vieler kleiner Einzelbewegungen. Stell dir vor du müsstest einen Satz Buchstabe für Buchstabe aussprechen, anstatt Worte zu nutzen. Verbindungen trainieren in einer Minute das, wofür du eine halben Stunde Isolationstraining benötigst.

Schritt 3: Improvisation

Die Königsdisziplin. Stell dir einen Alltag vor, indem alle nur von Texten ablesen, bausteinartig miteinander reden. Unvorstellbar! Warum dann so bewegen?
Die freie Improvisation ist das Zeichen eines Bewegungsheldes . Hier entstehen Bewegungen, die du vorher gar nicht gekannt hast. Hier zeigt sich dein eigener Stil, zeigen sich Stärken sowie künstlerische Feinheiten deiner Fähigkeiten. Hier beginnt der Spaß, die Herausforderung, das Forschen an sich selbst.

Besser trainieren in weniger Zeit

Das Leben ist sehr komplex. Es ist unmöglich dieser Vielschichtigkeit mit einem isolierten Bewegungsansatz gerecht zu werden ohne massiv Zeit zu „vergeuden“. Vergeuden deshalb, weil Bewegungsheld dir eine viel zeitsparendere Alternative bietet, welche daran orientiert ist, wie der menschliche Bewegungsapparat arbeitet.

Beginne damit Bewegungen zu kombinieren und taste dich langsam an frei improvisiertes Bewegen heran. Bei beiden lernst du bereits durch das Tun selbst neue Fähigkeiten. Ein großer Teil des isolierten Neulernens entfällt daher in das eigentliche Training. (siehe Abbildung)

Wenn du die Methoden dafür nicht kennst, lerne sie in einem dieser Ansätze:

  1. Floor Moves
  2. Animal Moves

Wir wissen, dass es ungewohnt sein kann, sich einfach in einen Raum zu stellen, körperlichen Impulsen zu lauschen und sich dementsprechend zu bewegen. Aller Anfang ist schwer, doch das Resultat lohnt sich über alle Maßen!

Du schaffst es hiermit mehr Zeit in Spaß, Abwechslung und Herausforderung zu investieren ohne Abstriche in deiner Leistungsfähigkeit zu machen. Bewegung soll Freude bereiten. Den Schlüssel dafür findest du in diesem Text.

Wie kannst du beginnen?

Auf unserem Youtube Kanal findest du viele Impressionen.
Auch Instagram bietet Ideen und Anregungen.

Wir haben alle unsere Programme auf Udemy gestellt.

  1. Floor Moves
  2. Animal Moves

Melde dich einfach.
Viel Erfolg mit dem neuen Wissen!

Zusammenfassung

Viele Menschen haben in ihrem Training zu wenig Zeit für Abwechslung, Spaß sowie Herausforderungen. Sie investieren den Großteil ihrer Bewegung in das systematische Training von Muskulatur sowie Beweglichkeit und in die Aufrechterhaltung bereits gelernter Fähigkeiten. Neue Sportarten oder das Forschen am Bewegungsapparat bleiben auf der Strecke.

Dieser Prozess lässt sich optimieren, wenn du den größten Zeitfresser in deiner täglichen Bewegung optimierst: Isolationsübungen.

Ebensowenig wie du einen Satz Buchstabe für Buchstabe aussprichst, solltest du im Training Muskel für Muskel oder Bewegung für Bewegung trainieren. Kein Mensch spricht so. Niemand bewegt sich so.

Dieser Artikel erklärt, wie du Bewegungskombinationen nutzt und beginnst frei zu improvisieren. Ein Ansatz, welcher der Vielschichtigkeit des Lebens gerecht wird und die Komplexität des menschlichen Bewegungsapparates aufgreift.

Menü